Das Vorlesen eines (geübten) Textes gehört mit den zu den Kompetenzen, die in den Bildungsstandards für die Grundschule genannt werden:

  • selbstgewählte Texte zum Vorlesen vorbereiten und sinngestaltend vorlesen,
  • Geschichten, Gedichte und Dialoge vortragen, auch auswendig
  • bei Lesungen und Aufführungen mitwirken.

Gleichwohl ist das Vorlesen nicht Bestandteil dessen, was im schulischen Kontext unter Lesekompetenz verstanden wird. Unter dieser Kompetenz werden in erster Linie Fähigkeiten verstanden, die die kognitive Verarbeitung des Gelesenen umschreiben. Somit ist ein guter, betonter Lesevortrag keinesfalls ein Indikator für eine gut entwickelte Lesekomptenz bzw. eine hohe Lesekompetenz garantiert nicht automatisch einen guten Lesevortrag. Dennoch dürfte eine gut entwickelte Lesekompetenz durchaus hilfreich dabei sein, einen Lesevortrag vorzubereiten, da ich als Leser dann in der Lage bin, den Text zu verstehen und z.B. auf Grundlage dieses Verständnisses bestimmte Passagen besonders zu betonen.

Der Begriff VERA ist inzwischen wohl jeder Grundschullehrkraft ein Begriff. Die im 2004 eingeführten Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik werden inzwischen jährlich in allen Bundesländern durchgeführt und äußerst kontrovers diskutiert. Der nachfolgende Artikel soll Ziele, Inhalte und Links zusammentragen.

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