Wenn Schüler in der Grundschule schreiben, ist dies - wie bei erwachsenen Schreibern natürlich auch - ein hochkomplexer Prozess, an dem viele Teilprozesse und Teilkompetenzen beteiligt sind. Erfahrene Schreiber können die beteiligten Prozesse (im besten Fall) gezielt steuern und kommen am Ende des Schreibprozesses zu einem Produkt, das sowohl unseren individuellen, als auch globalen Schreibzielen entspricht. Erfahrene Schreiber haben zur Bewältigung des Schreibprozesses Schreibstrategien erworben, die als gezielt aktivierte, mentale Aktivitäten dabei helfen, die einzelnen Einflussfaktoren und Teilkompetenzen miteinander zu vernetzen. Schreibstrategien spielen somit eine elementare Rolle, wenn ich einen guten Text erstellen möchte. Nebenstehender Grafik ist zu entnehmen, dass sich der Schreibprozesses als Ganzes aus den Teilprozessen Planen, Verschriften und Revidieren zusammensetzt. Folglich lassen sich Schreibstrategien grob klassifizieren in solche, die während der Planung aktiviert werden und solche, die bei der Revision eine Rolle spielen. Maik Philip stellt in seinem Werk "Selbstreguliertes Schreiben" insgesamt 22 Bündel von Schreibstrategien vor, die sich jedoch entweder sehr stark ähneln, oder erst in höheren Klassenstufe eine Rolle spielen und daher für die Grundschule wenig geeignet erscheinen. Exemplarisch soll hier das Strategienbündel 7W vorgestellt werden, um daran Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen zu erklären. Diese Strategien lassen sich auch sehr gut für den Grundschulunterricht nutzen. Für eine umfassende Darstellung der Strategien empfiehlt sich die Lektüre des oben genannten Buchs.

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