Florian Emrich

Florian Emrich

Florian Emrich ist seit 2007 Lehrer an einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören der Deutschunterricht und die Arbeit mit digitalen Medien. Seit 2016 hat er zudem die Aufgaben der stellvertretenden Schulleitung übernommen.

In den vergangenen Tagen habe ich die alte (und leider etwas verwaiste) Seite wirksame.schule komplett überholt. Die Inhalte sind (vorerst) die gleiche geblieben, jedoch steckt nun ein komplett neues System dahinter, das mir in Zukunft deutlich mehr Möglichkeiten und Flexibilität ermöglichen wird. So ist das Forum nun deutlich schicker und bietet mehr Möglichkeiten, da es sich z.B. auch auf Smartphones und Tablets gut lesen lässt. Ich wünsche viel Spaß auf der neuen, alten Seite!

 Wenn Schüler in der Grundschule schreiben, ist dies - wie bei erwachsenen Schreibern natürlich auch - ein hochkomplexer Prozess, an dem viele Teilprozesse und Teilkompetenzen beteiligt sind. Erfahrene Schreiber können die beteiligten Prozesse (im besten Fall) gezielt steuern und kommen am Ende des Schreibprozesses zu einem Produkt, das sowohl unseren individuellen, als auch globalen Schreibzielen entspricht. Erfahrene Schreiber haben zur Bewältigung des Schreibprozesses Schreibstrategien erworben, die als gezielt aktivierte, mentale Aktivitäten dabei helfen, die einzelnen Einflussfaktoren und Teilkompetenzen miteinander zu vernetzen. Schreibstrategien spielen somit eine elementare Rolle, wenn ich einen guten Text erstellen möchte. Nebenstehender Grafik ist zu entnehmen, dass sich der Schreibprozesses als Ganzes aus den Teilprozessen Planen, Verschriften und Revidieren zusammensetzt. Folglich lassen sich Schreibstrategien grob klassifizieren in solche, die während der Planung aktiviert werden und solche, die bei der Revision eine Rolle spielen. Maik Philip stellt in seinem Werk "Selbstreguliertes Schreiben" insgesamt 22 Bündel von Schreibstrategien vor, die sich jedoch entweder sehr stark ähneln, oder erst in höheren Klassenstufe eine Rolle spielen und daher für die Grundschule wenig geeignet erscheinen. Exemplarisch soll hier das Strategienbündel 7W vorgestellt werden, um daran Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen zu erklären. Diese Strategien lassen sich auch sehr gut für den Grundschulunterricht nutzen. Für eine umfassende Darstellung der Strategien empfiehlt sich die Lektüre des oben genannten Buchs.

Die Digitalisierung ist in aller Munde und durchdringt unseren Alltag mehr und mehr. Immer mehr Geräte des alltäglichen Lebens sind miteinander vernetzt, viele Arbeitsabläufe lassen sich inzwischen "online" erledigen und viele Unternehmen stellen ihre Korrespondenzen auf papierlose Kommunikation um. Der Arbeitsbereich Schule ist von dieser Entwicklung aber bisher weitgehend ausgenommen. Hier geht vieles noch seinen analogen Gang mit Stift, Papier und Kreide. In den letzten Jahren sind jedoch einige Programme/Apps auf den Markt gekommen, die die Arbeit des Lehrers digital unterstützen wollen. Immerhin gibt es in Deutschland knapp 750.000 Lehrkräfte als potentielle Kunden. Dieser Artikel soll einen kleinen Überblick über die zur Verfügung stehenden Apps und deren Funktionen bieten.

VERA: Ein Gesamtüberblick

Der Begriff VERA ist inzwischen wohl jeder Grundschullehrkraft ein Begriff. Die im 2004 eingeführten Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik werden inzwischen jährlich in allen Bundesländern durchgeführt und äußerst kontrovers diskutiert. Der nachfolgende Artikel soll Ziele, Inhalte und Links zusammentragen.

Schreiben in Tandems

Mit der Methode „Paired Writing“ (Tandemschreiben) kann die Entwicklung der Schreibkompetenz unterstützt werden. Sie wurde im Rahmen eines britischen Forschungsprojekts zur Schreibförderung entwickelt und begleitet den Schreibprozess in allen drei Hauptphasen. Zu Beginn des Tandemschreibens werden leistungsheterogene Tandems gebildet. Die Akteure haben in den Tandems verschiedene Rollen: der schwächere Schüler ist hierbei der Schreiber, der stärkere Schüler der Helfer. Die gesamte Prozedur umfasst sechs Handlungsschritte, in der Helfer und Schreiber klar definierte Aufgaben innehaben:

In dem 180 Seiten starken Dokument Orthografie - Materialien für einen kompetenzorientierten Unterricht im Primarbereich, bei dessen Entstehung u.a. Prof. Dr. Carl-Ludwig Naumann als ausgewiesener Experte im Bereich der Rechtschreibdidaktik mitgewirkt hat, wird guter, kompetenzorientierter Rechtschreibunterricht umfassend dargestellt. Dazu werden zuerst die Struktur der Orthografie und der Entwicklungsprozess des Rechtschreibenlernens dargestellt, ehe diagnostische Verfahren, Aufgaben zum Kompetenzerwerb, Aufgaben zur Kompetenzüberprüfung, Planungsbeispiele und eine Übersicht über diagnostische Testverfahren erläutert werden. 

Die Methode "Der dicke Brocken des Tages" basiert auf einem Artikel von Christa Erichson, veröffentlicht im Jahr 2004 in der Zeitschrift "Grundschule Deutsch" (Link siehe unten). Hierbei handelt es sich um eine ritualisierte Methode, mit der die Lernenden ihr Rechtschreibgespür schärfen können.

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